Antinori

Sie ist nicht nur die älteste, sondern auch die berühmteste Weindynastie Italiens. Seit dem 14. Jahrhundert prägen die Marchesi Antinori das vinophile Gesicht des Landes. Im Herzen der Toskana, in Bargino, direkt zwischen Florenz und Siena gelegen, produziert dieses Weingut Weine von Weltruf.

Vom klassischen Chianti bis hin zu den berühmtesten Supertuscans, bei Antinori werden Sie fündig.

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Antinori - Tignanello 2023 Tignanello
2023
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BOW 8
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Antinori - Cervaro della Sala 2024 Cervaro della Sala
2024
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James Suckling 91
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Antinori - Chianti Classico Peppoli 2024 Chianti Classico Peppoli
2024
€ 15,49 (ohne MwSt.) € 18,43 (inkl. MwSt.) weiterlesen
James Suckling 98
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Antinori - Solaia 2020 Solaia
2020
€ 329,00 (ohne MwSt.) € 391,51 (inkl. MwSt.) weiterlesen
James Suckling 98
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Antinori - Solaia 2022 Solaia
2022
€ 275,00 (ohne MwSt.) € 327,25 (inkl. MwSt.) weiterlesen
Robert Parker 96
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Antinori - Guado al Tasso Superiore 2022 Guado al Tasso Superiore
2022
€ 119,00 (ohne MwSt.) € 141,61 (inkl. MwSt.) weiterlesen
Robert Parker 97
Antinori
Antinori - Tignanello 2022 Tignanello
2022
€ 129,00 (ohne MwSt.) € 153,51 (inkl. MwSt.) weiterlesen
James Suckling 95
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Antinori - Pian delle Vigne 2006 Pian delle Vigne
2006
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James Suckling 93
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Antinori - Cont Ugo Tenuta Guado al Tasso 2022 Cont Ugo Tenuta Guado al Tasso
2022
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Robert Parker 97
Antinori
Antinori - Tignanello 2022 Tignanello
2022
(Half bottle)
€ 89,00 (ohne MwSt.) € 105,91 (inkl. MwSt.) weiterlesen
James Suckling 97
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Antinori - Cervaro della Sala 2023 Cervaro della Sala
2023
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Jeb Dunnuck 93
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Antinori - Tenuta Guado al Tasso Bruciato 2023 Tenuta Guado al Tasso Bruciato
2023
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Robert Parker 93
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Antinori - Solaia 1998 Solaia
1998
(slightly damaged)
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Robert Parker 98
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Antinori - Tignanello 2021 Tignanello
2021
€ 139,00 (ohne MwSt.) € 165,41 (inkl. MwSt.) weiterlesen
James Suckling 98
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Antinori - Solaia 2020 Solaia
2020
(Magnum)
€ 695,00 (ohne MwSt.) € 827,05 (inkl. MwSt.) weiterlesen
Robert Parker 96
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Antinori - Tignanello 2019 Tignanello
2019
€ 177,00 (ohne MwSt.) € 210,63 (inkl. MwSt.) weiterlesen
Robert Parker 93
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Antinori - Pian delle Vigne 2016 Pian delle Vigne
2016
€ 49,00 (ohne MwSt.) € 58,31 (inkl. MwSt.) weiterlesen
Antinori

Geschichte

Das romantische Dorf Bargino liegt etwa 30 Kilometer südlich von Florenz in der Toskana. Es ist die Heimat der Marchesi Antinori, die dort im Jahr 1179 erstmals urkundlich erwähnt wurden. Und auch wenn Bargino heute ein prächtiges Weingut beherbergt, das sozusagen den Hauptsitz der Familie bildet, begann für die Marchesi Antinori nicht alles mit dem Weinbau. Die Markgrafen waren in erster Linie Grundbesitzer, Kaufleute und Bankiers. Von Florenz aus handelten sie mit Seide und Wolle und tätigten Bankgeschäfte.

Im Jahr 1385 kam der Wein hinzu, dank Giovanni di Piero Antinori. Er gründete das erste Familienweingut im Chianti Classico-Gebiet der Toskana. Damit legte er den Grundstein für eine vinophile Erfolgsgeschichte. Allerdings muss man zugeben, dass die Antinoris es mit dem Wein zunächst ruhig angehen ließen. Lange Zeit standen die anderen Geschäfte im Vordergrund. Wein wurde mehr oder weniger im Nebenerwerb hergestellt. Und doch konnte sich die Familie im Laufe der Jahrhunderte einen sehr guten Ruf unter den toskanischen Weingütern erarbeiten. Damals war das Herzstück der Produktion vor allem der Chianti Classico. Zumindest bis zum Ende der 1960er Jahre. Dann revolutionierte Piero Antinori, der die Familiendynastie in 26. Generation führt, die italienische Weinwelt mit einem großen Knall.

Piero Antinori, eine Weinlegende

Um zu verstehen, wie revolutionär Piero Antinori als Winzer wirklich war, muss man sich zunächst die strengen Vorschriften in der Toskana im Allgemeinen und im Chianti Classico-Gebiet im Besonderen vor Augen führen. Denn es gab strenge Regeln. Damals musste ein Chianti Classico mindestens 70 Prozent Sangiovese als rote Rebsorte enthalten (heute sind es übrigens 80 Prozent). Internationale Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon oder Cabernet Franc waren streng verboten. Und auch der Ausbau im Barrique war nicht erlaubt.

Piero Antinori ärgerte sich über diese starren Statuten. Vor allem, weil der Ruf des Chianti Classico zu dieser Zeit so gut wie ruiniert war. Die Weine waren einfach zu flach, zu beliebig, zu schlicht. Kurzum: zu schlecht. Und wegen des Gesetzeskorsetts konnte man nichts dagegen tun. Also pfeift Antinori die Vorschriften zurück. Zusammen mit seinem Önologen Giacomo Tachis baute er im Chianti Classico Hochtal Val di Pesa Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc an. Die erste Ernte fand 1971 statt, und der erste Wein wurde 1974 auf den Markt gebracht. Der Tignanello. Eine Cuvée aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Ein Wein, der gegen alle Vorschriften verstieß, zumal er auch im Barrique ausgebaut wurde. Ein Skandal! Dieser einfache Tafelwein - wie er wegen der Verstöße gegen die Vorschriften genannt werden musste - erregte schnell Aufsehen. Bis heute gilt er als der zweite Super-Toskaner (nach dem Sassicaia) und ist eine der großen Wein-Ikonen der Welt.

Was macht Tignanello so besonders?

Was macht Tignanello so besonders?

Wir haben Ihnen bereits die spannende Entstehungsgeschichte dieses toskanischen Superweins erzählt. Gegen die Regeln zu verstoßen, mag zwar Aufmerksamkeit erregen, macht einen Wein aber nicht zu einer solchen Ikone. Werfen wir also einen genaueren Blick auf dieses ganz besondere Gewächs.

Der Super Tuscan ist nach dem Weinberg benannt, in dem die Reben dieses Gewächses auf kalkhaltigem Alberese- und Galestro-Gestein gedeihen: Tignanello. Aufgrund der idealen Höhenlage kommt es vor allem im Sommer nachts zu einem starken Temperaturabfall. Dies hat zur Folge, dass die Trauben sehr langsam reifen und dadurch ein besonders intensives Aroma entwickeln. Eine strenge Selektion sichert die Qualität, und der Ausbau im Barrique sorgt für eine beeindruckende Langlebigkeit. All dies macht den Tignanello zur italienischen Antwort auf einen Grand Vin aus dem Bordelais. Mit seiner tiefgründigen Komplexität kann er es problemlos mit vielen Bordeaux-Giganten aufnehmen. Genau diese herausragende Qualität ist der Grund für den Siegeszug des Tignanello in der ganzen Welt.

Ist Solaia auch ein Super-Toskaner?

Ist Solaia auch ein Super-Toskaner?

Nun, und wie! Tatsächlich wachsen die Reben (wiederum Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Sangiovese) in Sichtweite von Tignanello. Solaia ist auch nach seinem Weinberg benannt. Der Wein gilt als der große Bruder des Tignanello. Denn das Mikroklima im Weinberg Solaia ist wiederum etwas besser, die Traubenqualität etwas höher - und die Menge etwas begrenzter. Der Weinberg umfasst nur 20 Hektar Reben. Beim Tignanello-Weinberg sind es 50 Hektar.

Solaia kam 1978 auf den Markt - und sorgte wie sein kleiner Bruder sofort für Furore. Kein Wunder! Die Traube glänzt mit einer kraftvollen Eleganz, die ebenso edel wie fruchtig und verführerisch ist. Ein echter Charakterkopf, der für eine kleine Ewigkeit bestimmt ist. Sassicaia (von der Tenuta San Guido) Tignanello und Solaia begründeten den Hype um die Super Tuscans, die nach wie vor zu den besten Weinen der Toskana gehören.

Und was ist mit Guado Al Tasso?

Sie haben es vielleicht schon erraten. Auch der Guado Al Tasso ist ein echter Super-Toskaner von den Marchesi Antinori. Allerdings sind hier die Bedingungen anders. Die Weinberge liegen nicht in der Region Chianti Classico, sondern in der toskanischen Unterregion Bolgheri. Hier schmiegen sich die Weinberge in einem Amphitheater an eine Hügelkette, die sich zum Meer hin öffnet. Dadurch hat das Meer einen kühlenden Einfluss. Hinzu kommen die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. All dies sorgt für ein intensives Traubenaroma.

Apropos Trauben: Im Guado Al Tasso findet man keinen Sangiovese. Die Cuvée dieses Weins besteht aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc. In manchen Jahren wird auch eine kleine Menge Petit Verdot hinzugefügt. Die Reben wurzeln tief in angeschwemmten Lehm-Sand- und Lehm-Schlick-Böden, die die feste und doch elegante Struktur dieses komplexen Gewächses maßgeblich prägen. Der Guado Al Tasso wurde erstmals 1990 veröffentlicht.

Stellt Antinori nur Rotweine her?

Stellt Antinori nur Rotweine her?

Auch wenn die Ikonen der Marchesi Antinori allesamt rot sind, versteht sich die Florentiner Familie auch auf die Herstellung von Weißweinen. Mit dem Cervaro della Sala zum Beispiel haben sie einen der erfolgreichsten Weißweine Italiens geschaffen. Hier ist die internationale Rebsorte Chardonnay der große Star - ergänzt durch einen kleinen Anteil der heimischen Grechetto-Traube.

Der Wein wurde 1985 auf den Markt gebracht. Und auch hier blieb Piero Antinori seinem Credo "Guter Wein braucht eine Idee und viel Leidenschaft" treu. Denn der Cervaro della Sala war einer der ersten italienischen Weißweine, bei dem nach der Gärung ein biologischer Säureabbau stattfand - und der im Barrique reifte. Gerade deshalb glänzt der Wein nicht nur mit einer unverschämt verführerischen Cremigkeit, sondern auch mit einer edlen Komplexität, die man bei italienischen Weißweinen vorher einfach nicht kannte.

Bauen die Marchesi Antinori ihre Reben ausschließlich in der Toskana an?

Mit dem Chianti Classico und der Expansion nach Bolgheri ist die Toskana zweifellos die vinophile Heimat der Marchesi Antinori. In der Toskana besitzen sie auch Weinberge in Maremma und Montepulciano. Im Laufe der letzten fünf Jahrzehnte wurden aber auch die Terroirs anderer italienischer Weinregionen erschlossen. So stammt der eben beschriebene Cervaro della Sala aus Umbrien und in der Franciacorta hat sich die Familie inzwischen auch auf Schaumweine spezialisiert. Ganz zu schweigen davon, dass auch in Apulien mittlerweile zwei Weingüter zum Antinori-Imperium gehören. Womit wir direkt bei der nächsten Frage wären.

Wie viele Weinkellereien gehören den Marchesi Antinori in Italien?

Wie viele Weinkellereien gehören den Marchesi Antinori in Italien?

Allein in Italien besitzt die Familie neun Weingüter, die sie selbst gegründet oder geerbt hat, und sieben, die sie gekauft oder übernommen hat. Hinzu kommen Anteile an unzähligen anderen Weingütern, die Wein produzieren. Villa Antinori im Chianti Classico ist das Herzstück. Die Tenuta Tignanello und die Tenuta Guado al Tasso (seit 1830 im Familienbesitz) gehören zu den beiden prestigeträchtigen Gütern der Marchesi Antinori.

Weinkellereien außerhalb Italiens

Auf jeden Fall! Im Jahr 1993 kaufte die Familie das Weingut Antica im kalifornischen Napa Valley. Die Landschaft mit ihren sanften Hügeln erinnerte die Marchesi Antinori direkt an die Toskana. Sie erkannten sofort das Potenzial der 220 Hektar Weinberge. Bevor auch nur ein einziger Wein kreiert wurde, widmeten sie sich persönlich umfangreichen Terroir-Studien. Erst 2006 kam der erste Wein auf den Markt, der Antica.

Einige Jahre später erwarb die Familie auch Haras de Pirque, ein Weingut in der zentralen Region Chiles. Hier findet der Weinbau an den Hängen der Anden statt. Der eigentliche Höhepunkt des Familienclans war jedoch erst im Mai 2023, als bekannt wurde, dass die Marchesi Antinori nun alleinige Eigentümer von Stag's Leap Wine Cellars sind - dem großen Kultweingut im kalifornischen Napa Valley. Die Familie besaß bereits seit 2007 15 Prozent des Weinguts. Nun haben sie auch die restlichen 85 Prozent erworben. Ein großer Triumph!

Wer leitet derzeit das Familienimperium?

Piero Antinori war fünf Jahrzehnte lang der große Förderer der Familie. Ihm ist das atemberaubende Wachstum und der beeindruckende Ruf der Weine der Familie zu verdanken. Schließlich war es Piero Antinori, der der Welt bewies, dass sich Quantität und Qualität nicht gegenseitig ausschließen. Insgesamt werden auf den 2.200 Hektar Weinbergen nicht weniger als 20 Millionen Flaschen Wein produziert. Vom einfachen Chianti bis hin zu Legenden wie Tignanello, Solaia und Guado Al Tasso ist die Bandbreite erstaunlich groß.

Im Jahr 2017 zog sich Marchese Piero Antinori offiziell zurück und übergab das Unternehmen an seine Tochter Albiera Antinori, die nun mit Unterstützung ihrer beiden Schwestern Alessia und Allegra die Geschicke der Familiendynastie leitet. Doch Piero Antinori kann sich nicht ganz von der Firma lösen. Auch im Alter von bald 85 Jahren steht er seinen Töchtern noch beratend zur Seite. Was für ein beeindruckender Mann!

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