| Klassifiziering | Cru Classe |
| Typ | Rotwein |
| Marke | Salvioni |
| Jahrgang | 2010 |
| Land | Italien |
| Region | Toskana |
| Appellation | Brunello di Montalcino |
| Rebsorte | Sangiovese |
| Inhalt | 0,75 |
| Preis pro Liter | 395,08 € |
| Zustand | Perfekt |
| Label | Perfekt |
| Trinkbar | -2040 |
| Vorrat | 2 |
Die Weinlese 2010 in Montalcino verlief kühl und spät. Das Konsortium der Brunello di Montalcino-Winzer hat diesem Wein zu Recht 5 Sterne verliehen. Für Salvioni La Cerbaiola, ein Weingut auf 420 Metern Höhe im Nordosten, sorgen diese Bedingungen für einen gut strukturierten Brunello, von dem mehr Frische und Spannung zu erwarten ist als in wärmeren Jahren wie 2009 und 2011.
Salvioni makes stunning wines that appeal to die-hard Brunello fanatics. The 2010 Brunello di Montalcino La Cerbaiole shows enormous purity, varietal personality and beautifully balanced intensity. The wine hits all of your senses at once. The bouquet offers red cherry, licorice, dried rosemary, ginger and cola. You taste the most elegant, delicate and ethereal notes that can be extracted from Sangiovese. The tannins are super fine and the texture is silky and supple. This is an iconic wine.
Shimmering, bright ruby. Very fragrant, finely drawn nose with notes of ripe red cherry, watermelon, cinchona bark and cranberry: extremely exciting. Straightforward and clear on the palate, flows calmly – here beautiful, juicy fruit, there fine-meshed tannin and also some texture, everything in the right place. Does not seem too exciting at first, only on the second sip does depth and elegance become apparent. Long finish.
Der erste Eindruck ist der Duft. Dunkle Kirsche, getrocknete Rose, Leder, ein Hauch von Tabakblatt und jene eisenartigen Nuancen, die ein Sangiovese von den Osthängen des Montalcino üblicherweise verströmt. Am Gaumen ist der Salvioni 2010 dicht, doch unter der Frucht lauert die klassische Galestro-Spannung. Die Tannine sind noch fest und fast schon zäh. Die Säure sorgt für Straffheit. Dies ist ein Brunello, der auf Langlebigkeit ausgelegt ist, nicht für heute Abend.
Für den Brunello di Montalcino DOCG ist nur eine Rebsorte zugelassen:
Sangiovese (ein Klon des Sangiovese Grosso), bekannt als Brunello.
Warum schmeckt die Version von Salvioni dann so anders als beispielsweise die von Banfi oder Casanova di Neri? Der Standort. La Cerbaiola liegt am Rande von Montalcino, 420 Meter über dem Meeresspiegel, auf Galestro (bröckeliger, schieferartiger Mergel). Nachts ist es kühl und der Boden ist gut drainiert. Dies verleiht diesem Sangiovese eine aromatische Note und Struktur.
Trinkreife zwischen 2025 und 2040; der Jahrgang 2010 wurde vom Konsortium mit fünf Sternen ausgezeichnet, und Salvioni hat diesen Wein auf Langlebigkeit ausgelegt. Die Tannine sind noch fest; bei 12–14 °C liegend lagern und eine Stunde vor dem Servieren dekantieren.
Salvioni ist ein kleines Weingut: nur vier Hektar Rebfläche auf einem 20 Hektar großen Anwesen, und aus dem Keller kommen lediglich zwei Weine. Warum also ist es zu einer Ikone geworden? Weil La Cerbaiola an der Spitze der Liste authentischer Brunello-Weine steht, zusammen mit Biondi Santi, Soldera und Cerbaiona. Die Geschichte begann, als Giulio Salvioni 1985 den ersten kommerziellen Jahrgang abfüllte. Heute wird das Unternehmen von seinen Kindern Alessia und Davide geführt. Weinkritiker betrachten Salvioni als einen der wenigen Brunello-Produzenten, die den Erwartungen wirklich gerecht werden.
La Cerbaiola liegt etwa 4 km nordöstlich von Montalcino auf 420 Metern über dem Meeresspiegel und verfügt über drei kleine, nach Osten ausgerichtete Parzellen. Der Boden ist ein typisch toskanischer Duplex, bestehend aus einer Mischung aus kalkhaltigem Schiefer, steinigem Mergel und kieshaltigem Schiefer. Warum ist das so wichtig? Dafür gibt es zwei Gründe. Die Höhenlage sorgt für kühle Nächte, was dazu beiträgt, die Säure und die Aromen des Sangiovese auch in wärmeren Lagen zu bewahren. Zudem belasten die kalkreichen, gut durchlässigen Böden die Reben und ermöglichen es den Trauben, sich zu konzentrieren, ohne zu überreifen. Diese Spannung zwischen Reife und Frische prägt den Stil von Salvioni.
Salvioni bewirtschaftet die Weinberge von Hand, der Rebschnitt wird streng kontrolliert und die Erträge werden mit etwa 25–35 Hektolitern pro Hektar niedrig gehalten. Gärung und Mazeration erfolgen in 40-Hektoliter-Edelstahltanks, ohne Temperaturmanipulation oder Extraktionstricks. Anschließend wird der Wein in große slawonische Eichenfässer (traditionelle 18–22-Hektoliter-Fässer) gefüllt und mindestens 36 Monate lang gereift. Warum große Eichenfässer? Damit der Wein atmen und sich entfalten kann, ohne Vanille- oder Kokosnoten zu entwickeln. Man schmeckt Sangiovese und die Aromen des Weinbergs, nicht Eichenaromen.
Säure und Tannine sind die treibende Kraft dieses Weins. Einige der besten Kombinationen:
Bei 17–18 °C servieren. Junge Flaschen eine Stunde vor dem Servieren dekantieren.
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