| Klassifiziering | Cru Classe |
| Typ | Weisswein |
| Marke | Gaja |
| Wein | Rossj-Bass Chardonnay |
| Jahrgang | 2022 |
| Land | Italien |
| Region | Piemont |
| Rebsorte | Chardonnay |
| Inhalt | 0,75 |
| Preis pro Liter | 103,05 € |
| Zustand | Perfekt |
| Label | Perfekt |
| Trinkbar | -2030 |
| Vorrat | 1 |
Die Vegetationsperiode 2022 im Piemont war warm und trocken – eine jener Zeiten, in denen Wassermangel ein entscheidender Faktor war. Kalkmergel trug dazu bei, dass in Gajas Rossj-Bass-Wein, der aus Chardonnay-Trauben der Langhe-Hügel bei Treiso und Barbaresco gekeltert wird, genügend Feuchtigkeit erhalten blieb. Infolgedessen waren die Trauben 2022 reifer als im kühleren Jahrgang, doch die Säure blieb dank der Höhenlage und der täglichen Temperaturschwankungen unbeeinträchtigt. Es ist mit einem vollmundigeren Rossj-Bass als 2021 zu rechnen.
Beim Einschenken des 2022er Rossj-Bass dominieren zunächst Noten von Obstgärten, reifen Birnen, gelben Äpfeln und etwas Pfirsichschale, die von Zitrusschalen unterstrichen werden. Darunter liegen Haselnuss- und fast kieselartige Nuancen, wie man es von einem Weißwein aus den Langhe erwartet, der auf Mergelböden wächst. Am Gaumen ist er mittelkräftig, mit einer cremigen Mitte (dafür sorgt die teilweise Gärung in Barriques) und geht dann in einen salzigen, mineralischen Abgang über. Trinkt sich gut, wenn man ihn atmen lässt. Etwas kühler als es klingt, bei etwa 11 °C.
Der Rossj-Bass ist ein sortenreiner Chardonnay. Warum schmeckt er dann so anders als die Weine aus Napa und Australien? Das hat viel mit dem Terroir der Langhe zu tun: kalkhaltiger Mergel, eine Lage auf 200 bis 400 Metern über dem Meeresspiegel und kühle Nächte bis zur Erntezeit. Der Wein hat eine mineralische Struktur und zeigt mehr Noten von grünem Apfel und Zitrusfrüchten als von Mango und Ananas. Es ist ein Chardonnay mit piemontesischem Akzent.
Der 2022er Rossj-Bass sollte bis etwa 2028 getrunken werden. Er gehört nicht zu den Gaja-Chardonnays, die für eine lange Lagerung ausgelegt sind; der Rossj-Bass kann bereits 4 bis 6 Jahre nach der Ernte getrunken werden. Die Frucht ist frisch, mit einem leichten Eicheneinfluss. Bei 12–14 °C lagern.
Wenn Sie in ein seriöses Weingeschäft gehen und nach dem bedeutendsten italienischen Winzer der letzten 50 Jahre fragen, wird man Ihnen wahrscheinlich „Gaja“ nennen, noch bevor Sie Ihre Frage zu Ende gestellt haben. Warum? Wegen seiner Einzellagenweine, seiner Barriques aus französischer Eiche und der Tatsache, dass er 1979 Chardonnay auf einem Grundstück pflanzte, von dem sein Vater glaubte, es sei für Nebbiolo bestimmt. Heute leiten seine Kinder Gaia, Rossana und Giovanni Gaja den täglichen Betrieb. Best of Wines ist der Ansicht, dass Gaja nach wie vor der Maßstab dafür ist, wie das Piemont sein sollte.
Rossj-Bass ist ein Wein aus der Gemeinde Barbaresco, der auf kalkhaltigem Mergel in Verbindung mit Kalkstein liegt. Warum eignet er sich also für Chardonnay? Kalkstein speichert Feuchtigkeit auch unter trockenen Bedingungen und reflektiert nachts Wärme, wodurch die Säure auch in heißen Sommern erhalten bleibt. Das Klima in den Langhe ist kontinental, mit kalten Wintern und warmen Sommern sowie dem berühmten Herbstnebel („nebbia“), der die Reifung der Trauben bis in den Oktober hinein verzögert. Die Höhe reicht von 200 bis 400 Metern über dem Meeresspiegel, was zu den täglichen Temperaturschwankungen beiträgt, die die Aromen einfangen.
Die entscheidende Entscheidung besteht hier darin, den Wein in französischen Eichenfässern (225-Liter-Barriques) zu vergären und ihn vor der Abfüllung in Edelstahltanks umzufüllen. Warum diese Trennung? Die Fassgärung sorgt für eine cremige Textur und ermöglicht es, dass sich die Eiche mit dem Wein verbindet, anstatt sich als separate Note darüber zu legen. Die anschließende Reifung in Edelstahltanks bewahrt die Frische des Weins und verhindert, dass die Eiche zu dominant wird. Die Reifung dauert etwa 6–8 Monate in einer Mischung aus neuen und gebrauchten Fässern. Das Ergebnis ist ein Chardonnay mit Körper und einem eleganten Abgang.
Mit seiner lebhaften Säure und seinem cremigen Mittelgaumen passt der 2023er gut zu Gerichten mit kräftigen Aromen. Hier sind einige Vorschläge:
Bei 10–12 °C servieren. Eine weitere Kühlung beeinträchtigt die Textur. Dekantieren ist nicht erforderlich.
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