Domaine Wachau

Eine Genossenschaft, die ihresgleichen sucht. „Domäne Wachau“ ist ein führendes österreichisches Weingut, das sich auf den biologischen Weinbau spezialisiert hat. Unter der Leitung von Roman Horvath (MW) und Chef-Winzer Heinz Frischengruber werden hier die Trauben an den steilen, terrassierten Hängen der Wachau am Ufer der Donau angebaut. Die wichtigsten Rebsorten sind Grüner Veltliner und Riesling; der Anbau auf den einzelnen Parzellen erfolgt überwiegend von Hand, und die durchschnittliche Größe der Weinberge der einzelnen Winzer beträgt weniger als 2 Hektar.

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2023 2024
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Eine Genossenschaft, die sich wie ein Landgut verhält

„Domäne Wachau“ ist zwar eine Genossenschaft, doch der Begriff „Genossenschaft“ allein wird dem Wesen dieses Unternehmens bei weitem nicht gerecht. Unter der Leitung von Roman Horvath (MW) und Heinz Frischengruber funktioniert es eher wie ein einziges Weingut und beschäftigt Hunderte von Mitarbeitern.

Seine Struktur ist einzigartig. Jeder Winzer bewirtschaftet eine kleine Parzelle, die in der Regel nicht größer als 2 Hektar ist, und die geernteten Trauben werden in einen einzigen Keller gebracht und nach gemeinsamen Standards verarbeitet. Diese Vorgehensweise ist selbst innerhalb der gesamten Weinbranche selten, und genau deshalb ist dieses Weingut zum Maßstab für die gesamte Wachau-Region geworden.

Dementsprechend genießt es hohes Ansehen. Das Magazin *Forbes* platzierte die Domäne Wachau auf Platz 25 seiner Liste der „50 besten Weingüter der Welt“, und in einem aktuellen „Gault & Millau“-Führer stammten alle Weine, die in der Wachau die höchsten Bewertungen erhielten, von diesem Weingut.

Steile Terrassen oberhalb der Donau

Die Weinberge liegen in der Wachau. Dabei handelt es sich um eine Region im Donautal im Bundesland Niederösterreich, wo sich der Fluss seinen Weg durch festes Grundgestein gebahnt hat und die Reben auf Terrassen Wurzeln geschlagen haben, die sich über viele Jahrhunderte hinweg gebildet haben. Die Arbeit an solchen Hängen erfordert viel Zeit und körperliche Anstrengung, und der Großteil der Arbeit wird von Hand verrichtet.

Da die Flächen der Genossenschaft in kleine Parzellen unterteilt sind, kann sich jeder Winzer auf das konzentrieren, was für seine jeweilige Parzelle wirklich notwendig ist. Die Domäne Wachau hat in diesen Weinbergen vollständig auf biologischen Anbau umgestellt und ist damit Österreichs größtes Weingut, das biologischen Anbau betreibt.

Die berühmten Einzellagen, bekannt als „Rieden“, Achleiten, Bruck, Kellerberg und andere, stehen an der Spitze dieser Hierarchie. Jede dieser Lagen bringt Weine hervor, die sofort erkennbar sind, und darin liegt der wahre Sinn des getrennten Anbaus der Trauben auf jeder einzelnen Parzelle.

Felsen, Fluss und kalte Nächte

Das Terroir der Wachau besteht hauptsächlich aus Grundgestein, Gneis und Granit, wobei an den sanften Hängen stellenweise Löss vorkommt. Riesling wird typischerweise auf felsigem Boden angebaut, während der Grüne Veltliner Parzellen mit einer dickeren Bodenschicht bevorzugt.

Und dann kommt es ganz auf das Klima an. Warme, sonnige Strahlen, die aus östlicher Richtung von Pannonien herkommen, kalte Luft, die aus den nördlichen Wäldern herabströmt, und die Donau, die als Puffer zwischen beiden fungiert. Gerade dieser Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht sorgt dafür, dass der Wein seine Frische und Finesse behält, selbst wenn die Trauben sehr reif sind.

In der Wachau werden trockene Weine nach ihrem natürlichen Reifegrad klassifiziert. Steinfeder ist der leichteste Wein; „Federspiel“ bezeichnet mittelkräftige Weine mit einem Alkoholgehalt von 11,5-12,5 %; und „Smaragd“ steht für die reifsten Weine mit einem Alkoholgehalt von über 12,5 %. Dieses für die Region einzigartige System bestimmt die Philosophie hinter der Arbeit aller Weingüter.

Grüner und Riesling, hauptsächlich

Die Wachau ist eine Region, die für ihre Weißweine bekannt ist, und die „Domäne Wachau“ spiegelt diese Besonderheit wider. Nachfolgend sind die beiden wichtigsten hier angebauten Rebsorten aufgeführt.

  • Grüner Veltliner: eine der bekanntesten Weißweinsorten Österreichs, die auf lehm-sandigen Böden und an sanften Hängen gedeiht
  • Riesling: wird auf Terrassen mit den steilsten Hängen angebaut, die aus Festgestein entstanden sind

Auch andere Rebsorten sind in kleinen Mengen in diesem Sortiment vertreten, doch Grüner Veltliner und Riesling verdienen besondere Beachtung.

Im Keller

Vinea Wachau bezeichnet genau diesen Ansatz der Weinherstellung als „puristisch“. Mit anderen Worten: Dabei wird dem Weinberg selbst die Möglichkeit gegeben, sich „auszudrücken“, ohne in diesen Prozess einzugreifen. Insbesondere bei Weinen aus einzelnen Lagen werden die Trauben jeder Parzelle separat verarbeitet, und bei der Weinbereitung geht es nicht darum, dem Wein die charakteristischen Merkmale des Weinguts aufzuzwingen, sondern im Gegenteil, den Prozess so anzupassen, dass die Frische und die natürlichen Eigenschaften der Region erhalten bleiben.

Die Domaine Wachau fördert zudem Innovationen im Weinbau durch den Einsatz der Methode des „Präzisionsschnittes“, bei der die Gesundheit und Langlebigkeit der Reben Vorrang vor dem Ertrag haben. „Nachhaltigkeit“ ist hier nicht nur ein Marketing-Slogan. Dieses Weingut gilt weithin als Vorreiter in Sachen Biodiversität in der Wachau, was sich in der Praxis des ökologischen Landbaus auf allen seinen Hektar zeigt.

Das Sortiment

Das Sortiment umfasst alle drei Wachau-Kategorien – „Steinfeder“, „Federspiel“ und „Smaragd“ – und beinhaltet sowohl Grüner Veltliner als auch Riesling. Die Auswahl umfasst zudem Schaumweine und mehrere Weine, die in limitierten Auflagen produziert werden. Der „Federspiel“ nimmt eine Mittelstellung zwischen dem leichten „Steinfeder“ und dem vollmundigen „Smaragd“ ein und ist vielleicht die Kategorie der Wachauer Weine, die am besten zu Speisen passt. Dieser trockene Wein mit einem Alkoholgehalt von 11,5–12,5 % ist eher für den Genuss am Tisch als für die Lagerung im Keller gedacht. Er ist die perfekte Wahl für alle, die die Weine dieses Weinguts noch nicht kennen.


Häufig gestellte Fragen

Ist Domäne Wachau ein Einzelweingut oder eine Genossenschaft?

Es handelt sich um eine Genossenschaft, allerdings um eine ungewöhnlich eng verbundene. Hunderte von Winzern liefern ihre Trauben an ein einziges Weingut, das von einem gemeinsamen Weinbereitungsteam unter der Leitung von Roman Horvath MW und Heinz Frischengruber geführt wird.

Wo in Österreich hat das Unternehmen seinen Sitz?

In der Wachau, jenem Abschnitt des Donautals in Niederösterreich, der für seine steilen, terrassierten Weinberge auf Muttergestein bekannt ist.

Was bedeutet „Federspiel“ auf dem Etikett?

Es handelt sich um die mittlere Reifeklasse der Wachau, trocken, mit einem Alkoholgehalt von 11,5 bis 12,5 %. Die leichteste Stufe ist „Steinfeder“, die reifste „Smaragd“.

Ist Domäne Wachau biologisch?

Ja. Jeder Hektar wird biologisch bewirtschaftet, wodurch es sich um das größte biologisch bewirtschaftete Weingut Österreichs handelt.

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