| Klassifiziering | Cru Classe |
| Typ | Weisswein |
| Marke | Chateau Latour-Martillac |
| Jahrgang | 2020 |
| Land | Frankreich |
| Hauptregion | Bordeaux |
| Region | Graves |
| Rebsorte | Sauvignon Blanc, Semillon |
| Alcohol % | 13.5% |
| Inhalt | 0,75 |
| Preis pro Liter | 63,39 € |
| Zustand | Perfekt |
| Label | Perfekt |
| Trinkbar | -2038 |
| Vorrat | 8 |
Das Weinbaujahr 2020 in Pessac-Léognan war warm und trocken, was die Weißweinproduzenten auf Trab hielt. Auf Château Latour-Martillac wurden die Weißweine früh, Mitte bis Ende August, geerntet, um die Säure zu bewahren, bevor die Hitzewelle einsetzte. Und es hat funktioniert: Der 2020er Latour-Martillac Blanc verfügt über die für Graves-Weißweine erforderliche Frische, wird jedoch durch die Texturtiefe ergänzt, die ein warmes Jahr mit sich bringt.
The 2020 Latour Martillac Blanc has a fragrant nose of lemongrass, spiced pears and lime leaves, plus hints of fresh peaches and shaved almonds. The medium-bodied palate has an impressively racy backbone cutting through the intense citrus and stone fruit flavors, finishing long and zesty.
A dense yet fresh white with sliced lemon and cooked apple. Green mango, too. Phenolic tension. Full-bodied and layered. Solid phenolics at the end.
Erste Nase: Zitrusschalen, weißer Pfirsich, ein Hauch von Feuerstein. Eine wachsartige, leicht honigartige Textur, die die Weißweine aus Pessac-Léognan von den schlankeren Sauvignon Blancs anderer Regionen unterscheidet. Am Gaumen ist er fest, aber nicht dünn, mit Noten der Eichenfassgärung (geröstete Mandeln und leichte Vanille) hinter der Frucht. Der Abgang ist lang und salzig. Trinkt sich gut nach Belüftung, doch seine Reifung steht erst am Anfang.
Die Cuvée 2020 setzt sich wie folgt zusammen:
Warum gerade diese Cuvée? Der reine Sauvignon Blanc aus Pessac-Léognan wird nach der Fassgärung zu scharf. Der Semillon gleicht dies aus. Der Wein reift nach der klassischen Formel für Weißweine aus dem Bordeaux.
Der Wein ist bereits trinkfertig, entfaltet sich jedoch am besten ab 2026 und bis etwa 2038. Die Säure und die Fülle der Semillon-Traube verleihen ihm die nötige Struktur, um die honigartigen und nussigen Noten zu entwickeln, für die die Weißweine aus Pessac-Léognan bekannt sind. Kühl (12–14 °C) liegend lagern; öffnen Sie 2027 eine Flasche, um die Entwicklung zu überprüfen.
Das Weingut hat seinen Namen von einem Turm aus dem 12. Jahrhundert, der von den Vorfahren des Philosophen Montesquieu im Innenhof errichtet wurde. Die Geschichte des Weinguts beginnt jedoch mit Édouard Kressmann, einem Weinhändler aus Bordeaux, der 1871 die Qualität der lokalen Weißweine erkannte. Sein Sohn Alfred Kressmann erwarb das Anwesen im Jahr 1930. Was Latour-Martillac so besonders macht: Es ist eines der wenigen Weingüter in Graves, das sowohl für Rot- als auch für Weißweine als Cru Classé klassifiziert ist. Es wird derzeit von Tristan und Loïc Kressmann geführt. Die Weißweine, die die Hälfte der Produktion ausmachen, gelten als besonders bemerkenswert.
Das Weingut liegt auf einem Kiesplateau in Pessac-Léognan, im nördlichsten Teil der Graves. Warum ist Kies so wichtig? Er ist gut durchlässig, speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts wieder ab. Dies ermöglicht die längere Reifezeit, die Sémillon und Sauvignon Blanc benötigen, um Aromen zu entwickeln, ohne an Säure zu verlieren. Unter dem Kies befindet sich ein Boden aus Lehm und Kalkstein. Der Lehm speichert Feuchtigkeit und verhindert so, dass die Reben während der für Bordeaux typischen Trockenperioden ins Stocken geraten.
Die Fassgärung ist für Weißweine von großer Bedeutung. Der Most wird direkt in französischen Eichenfässern (225-Liter-Barriques) vergoren. Anschließend reift der Wein 10–12 Monate auf der Hefe, wobei regelmäßig gerührt wird (Bâtonnage). Warum das? Das Aufrühren der Hefe sorgt für Textur und mildert die Eiche, damit der Wein nicht zu einer Vanillebombe wird. Zudem wird der Anteil an neuen Eichenfässern bewusst gering gehalten. Denn wir wollen die Fruchtaromen unterstreichen und sie nicht unter Röst- und Gewürznoten begraben.
Durch seine Säure und seine wachsartige Textur eignet sich dieser Wein eher als Begleitwein zum Essen denn als Aperitif. Servieren Sie ihn zu:
Bei 10–12 °C. Bei zu niedriger Temperatur verliert der Sémillon an Textur.
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