Eine reiche Geschichte
Der Weinbau in Montalcino reicht über zwei Jahrtausende zurück, bis in die Zeit der Etrusker. Die Wurzeln des Brunello reichen bis ins frühe 14. Jahrhundert zurück, als in Montalcino ein Rotwein namens "Brunello" erwähnt wurde.
Das endgültige Kapitel beginnt mit Clemente Santi, einem visionären Winzer, der Mitte des 18. Jahrhunderts begann, einen bestimmten Klon der Sangiovese-Traube zu isolieren und zu vinifizieren. Diese Traube, die in der Region als Brunello" bekannt ist, wurde speziell für die Erzeugung von Weinen mit außergewöhnlicher Langlebigkeit gezüchtet. Im Jahr 1869 wurde der Santi-Jahrgang 1865 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet, und damit begann die erste große Wertschätzung und Anerkennung für diesen neuen Wein. 1888 brachte sein Enkel Ferruccio Biondi-Santi den ersten modernen Brunello auf den Markt. Dieser Wein wurde mehr als 10 Jahre lang in Eichenfässern ausgebaut.
Jahrzehntelang waren Brunello-Weine eine Rarität. Die Produktion war begrenzt, ebenso wie die Zahl der Liebhaber dieses Weins. Nur Biondi-Santi produzierte ihn kommerziell, aber Jahrgänge wie 1888, 1891, 1925 und 1945 wurden zu Legenden. Mit dem zunehmenden Bewusstsein für die Qualität der Brunello-Weine folgte die Expansion: In den 1960er Jahren waren es 11 Erzeuger, 1970 bereits 25 und 1980 bereits 53.
Das 1967 gegründete Consorzio del Vino Brunello di Montalcino begann mit der Förderung des Brunello. Im Jahr 1968 erhielt er den DOC-Status, und 1980 wurde er neben dem Barolo zu einem der ersten DOCG-Weine Italiens.
Im 21. Jahrhundert produzierten über 200 Erzeuger jährlich fast 330.000 Kisten. Dieser offizielle Status und die wachsende Zahl der Erzeuger brachten den Brunello auf die internationale Bühne: Er wurde von einer elitären Delikatesse zu einem weltweiten Maßstab für Qualität.