| Klassifiziering | Cru Classe |
| Typ | Rotwein |
| Marke | Zuccardi |
| Jahrgang | 2017 |
| Land | Argentinien |
| Region | Mendoza |
| Rebsorte | Cabernet Sauvignon |
| Alcohol % | 14% |
| Inhalt | 0,75 |
| Preis pro Liter | 126,85 € |
| Zustand | Perfekt |
| Label | Perfekt |
| Trinkbar | -2038 |
| Vorrat | 27 |
Das Weinbaujahr 2017 in Mendoza war warm und trocken, mit geringen Erträgen nach einem rauen Frühjahr. Für den Cabernet Sauvignon aus Paraje Altamira bedeutet dies kleine, dickhäutige und konzentrierte Beeren. Der Wein Finca Los Membrillos 2017 von Zuccardi spiegelt genau das wider. Es handelt sich um einen dichteren, strukturierteren Jahrgang als das kühlere 2016, mit dem würzigen, steinigen Charakter, den Altamira typischerweise dem Cabernet verleiht.
I noticed the variety in the 2017 Finca Los Membrillos a lot more than in the 2018, as Cabernet Sauvignon is very sensitive to heat and gets stressed easily. When they bought the vineyard, it was planted to just Cabernet Sauvignon, but they later bought land around it and planted Malbec, Cabernet Franc and Semillon, so the wine can change in the future... It was a low-yielding year and they picked late, resulting in a wine with 13.8% alcohol. It has herbal and ripe aromas of blackberries, a medium to full-bodied palate and abundant, slightly dusty tannins. It matured in 500-liter oak barrels and is very balsamic and minty, with notes of camphor, and it feels more developed than the wines from 2018. 3,200 bottles were filled in August 2018.
Der erste Eindruck ist geprägt von Graphit und Schotter, dann kommt die Cassis-Note zum Vorschein, dunkel und etwas schwermütig. Auch Anklänge von Lorbeerblatt und blumige Noten sind zu spüren. Am Gaumen sind die Tannine fest, aber zart. Dies ist nicht der zähe, marmeladige Cabernet, den man oft bei argentinischen Weinen findet. Der Abgang ist lang und würzig, mit einem salzigen, mineralischen Geschmack; der Jahrgang 2017 sollte noch einige Jahre in der Flasche reifen, bevor man ihn öffnet.
Der Wein „Finca Los Membrillos“ des Weinguts wird zu 100 % aus Cabernet Sauvignon gekeltert. Es wird weder Malbec noch Cabernet Franc hinzugefügt, um den Geschmack abzurunden. Warum also in seiner reinsten Form abfüllen? Weil sich Cabernet auf kalkhaltigen Böden in über 1.000 Metern Höhe anders verhält als im wärmeren Luján de Cuyo. Man erhält festere Tannine, eine frischere Säure und Noten von Graphit und Lorbeer, die Bordeaux-Fans wiedererkennen werden. Da die Trauben nicht verschnitten werden, spiegelt er deutlich den Charakter des Bodens wider.
Trinkreife zwischen 2026 und 2038; der Jahrgang 2017 weist noch kräftige Tannine und eine frische Säure auf, die noch einige Jahre Zeit brauchen, um sich zu entfalten. Bei 12–14 °C lagern. Mit der Zeit vertiefen sich die Noten von Graphit und Stein, und die Fruchtigkeit wandelt sich von schwarzer Johannisbeere hin zu getrockneter Brombeere und Tabak.
Das Unternehmen Zuccardi begann nicht mit Wein. Es begann mit Bewässerungssystemen. Alberto Zuccardi pflanzte 1963 in Maipú Reben, um sein technisches Können unter Beweis zu stellen. Seitdem hat die Familie das perfektioniert, was aus diesem Zufall hervorgegangen ist: Die dritte Generation, Sebastian Zuccardi, verlagerte ihren Fokus Anfang der 2000er Jahre auf das hochgelegene Uco-Tal und eröffnete 2016 sein heutiges Weingut in Paraje Altamira. Er gilt heute als einer der spannendsten Produzenten Südamerikas, unter anderem weil er sich vom eichigen, marmeladigen Stil Mendozas entfernt hat, der die Region berühmt gemacht hat.
Das Weingut Paraje Altamira liegt im südlichen Teil des Uco-Tals, das 2013 den Status einer geografischen Angabe erhielt. Die Böden bestehen aus einer flachen, sandigen Oberbodenschicht über einem ausgedehnten, mit Kalziumkarbonat überzogenen Kiesuntergrund. Diese Kalkschicht verleiht dem Cabernet Sauvignon seine kreidigen Tannine und seinen salzigen Geschmack. Auf einer Höhe von etwa 1.100 Metern herrschen in der Region heiße Tage und kalte Nächte. Die Niederschlagsmenge beträgt weniger als 250 Millimeter pro Jahr. Ohne das Schmelzwasser aus den Anden, das den Fluss Tunuyán speist, würde hier nichts wachsen.
Das Besondere hier ist ganz einfach: Sebastian Zuccardi und die Winzerin Laura Príncipe lassen ihre Weine in Betontanks mit einheimischen Hefen gären und reifen sie in Beton oder großen, neutralen Foudres mit einem Fassungsvermögen von 2500 bis 5000 Litern. Warum? Damit der Kalkboden für sich selbst spricht, nicht die Cuvée. Und das Ergebnis ist bemerkenswert. Er schmeckt nach Stein und Frucht, nicht nach Vanille und Röstnoten. Kein Umpumpen, um auch noch das Letzte aus den Trauben herauszuholen. Das Ergebnis ist ein Cabernet, der sich wie ein argentinischer Cabernet anfühlt, nicht wie etwas, das aus Napa oder Bordeaux entlehnt wurde.
Cabernet aus Höhenlagen verlangt nach Proteinen und einer gewissen Röstnote. Denken Sie an den Klassiker aus Mendoza:
Bei 16–18 °C servieren. Etwa 1 Stunde vor dem Servieren dekantieren.
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